Fachbereich 6 Mathematik/Informatik

Institut für Informatik


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Aktuelle Veranstaltungen

Resettlement. Aushandlungsprozesse internationaler Flüchtlingspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg.
Dozent:Prof. Dr. rer. pol. Christoph Raß
Veranstaltungstyp:Seminar (Offizielle Lehrveranstaltungen)
Beschreibung:Gewalt- und Fluchtwanderung lassen Millionen von Menschen in einem Zustand zurück, den das Völkerrecht als ‚displacement‘ konzeptionalisiert und der die Frage stellt, welche Perspektiven Geflüchteten in dieser Phase der Volatilität und Vulnerabilität geboten werden: Repatriierung – oft gegen deren Willen, unmittelbare Aufnahme – in oft unwillige Gesellschaften oder Resettlement – in Drittstaaten, die sich zur Flüchtlingsaufnahme bereit erklären. Nach 1945 waren Nationalstaaten, Internationale Institutionen und private Hilfsorganisationen über Jahre damit befasst, das Weiterwandern von refugees und displaced persons, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Flüchtlingslagern in Westeuropa aufhielten, zu organisieren. Der Vorgang hat Hunderttausende Fallakten hinterlassen, die heute im Archiv des International Tracing Service in Bad Arolsen zu finden sind.
Das Seminar bewegt sich im Umfeld eines internationalen Forschungsprojekts des IMIS/Professur für Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung, des International Tracing Service (IST) sowie des Niederländischen Instituts für Kriegs-, Holocaust-, und Genozidforschung (NIOD) und der Geschichtswerkstatt Minsk und befasst sich auf der Grundlage von Archivalien zum Resettlement von displaced persons mit biografischen Mustern und institutionellen Strukturen dieses Prozesses, um sich der dahinter liegenden Aushandlungsprozessen anzunähern.
Ort:02/108
Semester:WS 2017/18
Zeiten:Do. 10:00 - 12:00 (wöchentlich)
Erster Termin:Do , 26.10.2017 10:00 - 12:00, Ort: 02/108
Veranstaltungsnummer:2.224