Fachbereich 6 Mathematik/Informatik

Institut für Informatik


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URBan land recycling Information services for Sustainable cities (URBIS)

Projektleitung Universität Osnabrück:Prof. Dr. rer. nat. Norbert de Lange
Kooperationspartner:

GISAT S.R.O., Tschechien,
Systèmes d’Information à Référence Spatiale (SIRS) SAS, Frankreich
Universität Genua, Italien
Projektgruppe Stadt + Entwicklung, Deutschland
Agence de Développement et d’Urbanisme du Grand Amiénois Association (ADUGA), Frankreich       

Im Kontext nachhaltiger Stadtentwicklung ist Zersiedelung und der damit einhergehende Flächenverbrauch eine europaweite Herausforderung. Ziel der EU ist es, den Flächenverbrauch zu reduzieren und somit fortschreitender Zersiedelung entgegenzuwirken. Die erneute Nutzung bereits aufgegebener städtischer Flächen ist hier ein vielversprechender Ansatz. In diesem Zusammenhang bemüht sich die Europäische Kommission, in Kooperation mit dem Erdbeobachtungsprogramm Copernicus, Daten zur städtischen Landnutzung zu harmonisieren und zur Verfügung zu stellen. Potenziell zur Entwicklung geeignete urbane Flächen können in Abhängigkeit von Größe, Lage, derzeitigem Entwicklungsgrad und vorheriger Nutzung sehr unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Dies hat zur Folge, dass einige Flächen mit geringem Aufwand entwickelt werden können, z.B. die Entwicklung eines begrünten Parks auf einer freistehenden Fläche ohne vorherige Nutzung, während andere substanzielle Sanierungsarbeiten benötigen, wie z.B. die Erbauung eines Wohngebiets auf potenziell kontaminiertem Boden. Obwohl Informationen auf lokaler Ebene existieren, sind diese jedoch häufig lückenhaft, unvollständig und über mehrere Institutionen verteilt. Doch fehlende Kenntnisse über den Zustand und die charakteristischen Merkmale einer Fläche erschweren deren Sanierung. Auf europäischer Ebene betrachtet, besteht zudem ein Mangel an konsistenten Informationen, wodurch der Austausch und der Vergleich von Daten erschwert werden.

Ziel des Projekts URBIS (URBan land recycling Information services for Sustainable cities) ist die Entwicklung, Implementierung und Validierung innovativer web-basierter Informationsdienste in Bezug auf die Identifikation, Bewertung und Bekanntmachung von ungenutzten städtischen Flächen bzw. potenzieller Entwicklungsareale, um die Planung europäischer Ballungszentren nachhaltig zu unterstützen. Die Dienste, welche auf freien Geodaten basieren werden, werden in Geodatenportalen mit erweiterten Präsentationsmöglichkeiten verbreitet und über standardisierte Schnittstellen zur Verfügung gestellt, sodass sie mit gängigen GIS-Technologien kompatibel sind.

Die URBIS Informationsdienste werden für drei Pilotstandorte implementiert und validiert:   

  • Großraum Amiens (Frankreich)
  • Stadt Osnabrück (Deutschland)
  • Mährisch-Schlesische Region (Tschechische Republik)

Im Rahmen von URBIS werden Methoden entworfen und implementiert, welche auf den derzeitigen Entwicklungen der Landüberwachungsdienste des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus der europäischen Union (GMES LMCS) basieren. Insbesondere die sogenannten Fast Track Services (FTS) zur Erdbeobachtung werden derzeit entwickelt, um neue, detailliertere Informationsebenen mit Fokus auf urbane und bewaldete Flächen zu integrieren. Diese sind entscheidend für den Aufbau der URBIS Informationsdienste, welche eine bedeutende Rolle spielen können, die Wiederverwertung existierender urbaner Grundstücke zu fördern und damit den Flächenverbrauch durch Zersiedelung zu reduzieren.

Weitere Informationen: www.ict-urbis.eu
Laufzeit: 01.04.2014 - 31.03.2017
Finanzierung: European Commission – Competitiveness and Innovation Framework Programme (CIP)