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Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) vom 9. 3. 2002.
Schneller als Yoga und "friedlicher" als Judo
"Eine Lebenskunst, die jedem Menschen ermöglicht, seine Lebenskraft weiter
zu entwickeln und zur vollen Entfaltung zu bringen." So beschreibt der japanische
Meister Masamichi Noro die Philosophie der von ihm 1979 begründeten "energetischen
Bewegungsarbeit", Kinomichi. Das jüngste Kind der asiatischen Kampfkünste
hat mit den traditionellen Kampfsportarten allerdings nur noch wenig gemein.
Die verlangsamte Form des "Aikido" ist "friedlicher" als Judo und schneller
als Yoga oder Tai Chi. Kinomichi macht sich die Erkenntnisse moderner Bewegungslehren
zunutze und steht gleichzeitig in der Tradition der Samurai, die ihr Leben
der Wahrung des Friedens und der Selbstvervollkommnung widmeten Die für
Kinomichi typischen - mal langsamen, mal dynamischen - Bewegungsfolgen vermittelte
kürzlich eine echte Expertin einigen Osnabrücker Anhängern
der exotischen Disziplin in der Evangelischen Familienbildungsstätte:
Cathérine Bazin unterrichtet Kinomichi in Paris und steht dort in engem
Kontakt mit dem ebenfalls in der französischen Hauptstadt wohnhaften
Meister Masamichi Noro. Die Französin war auf Einladung der Kinomichi-Gruppe
Osnabrück bereits zum zweiten Mal in die Hasestadt gekommen. "Wir wollten
so neue Mitglieder für unsere Gruppe werben, denn wir sind noch im Aufbau
befindlich", sagt Waltraud Wartenpfuhl, die gemeinsam mit Agnes Temminghoff
die fünfte Kinomichi-Gruppe in Deutschland ins Leben rief. [...]
Wer also "die Bahnen der inneren Energie erforschen, ihren Rhythmus erspüren
und sie behutsam weiterentwickeln" möchte, wie es der Meister Masamichi
Noro formuliert, sollte sich nicht scheuen, eine völlig neue Form der
sportlichen Betätigung kennen zu lernen. (heu)
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